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Wie der WEISSE RING helfen kann:
Immer mehr Menschen erleiden als Opfer von Kriminalität und Gewalt seelische und materielle Schäden. Sie werden bedroht, überfallen, misshandelt, sexuell missbraucht oder gar getötet.
Bei derzeit jährlich rd. 6.3 Millionen registrierten Straftaten liegen insbesondere Gewaltkriminalität und Rohheitsdelikte auf einem hohen Niveau (nahezu 700.000 Fälle im Jahr). Millionen von Bürgerinnen und Bürger werden von Dieben, Einbrechern und Betrügern um ihr Hab und Gut gebracht. Die Opfer allzu oft verharmloster Eigentumsdelikte müssen nicht selten die bittere Erfahrung machen, dass sie von der Gesellschaft nicht ernst genommen werden. Das öffentliche Interesse gilt meist nur dem Tatgeschehen, der Persönlichkeit des Täters seiner Verfolgung und Verurteilung. An das betroffene Opfer und seine Situation nach der Tat wird noch immer zu wenig gedacht. Dies zu ändern ist Ziel und Aufgabe des WEISSEN RINGS, des gemeinnützigen Vereins zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern und zur Verhütung von Straftaten e.V.
Politik, Justiz, Polizei, Wissenschaft und Medien ist er anerkannter Ansprechpartner in Fragen des Opferschutzes. Seit seiner Gründung im Jahr 1976 hat der WEISSE RING als einzige bundesweite tätige Opferschutzorganisation ein flächendeckendes Hilfsnetz für in Not geratene Kriminalitätsopfer mit rund 400 Außenstellen und 2.800 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufbauen können.
Bisher wurden Hunderttausenden Opfern schnelle und unbürokratische Hilfe zugeteilt. Schon ein Telefongespräch, ein erster Trost, der Besuch am Krankenbett, einfach das Gefühl, als Opfer einer Straftat nicht „vergessen“ zu sein, können wieder Mut und Hoffnung geben. Menschlicher Beistand und immaterielle Hilfe sind die wichtigsten Elemente im Hilfsangebot des Vereins. Der WEISSE RING setzt dabei auf das ehrenamtliche Engagement: In jährlich vielen zigtausend Stunden stehen die Helferinnen und Helfer des Vereins Opfern mit Rat und tat zur Seite und geben ihnen persönliche Zuwendung.
Wer selbst einmal Opfer einer Straftat geworden ist oder in seinem persönlichen Umfeld mit den Folgen von Kriminalität und Gewalt in Berührung gekommen ist, weiß um die Notwendigkeit menschlichen Zuspruchs und praktischer Unterstützung.